München soll klimaneutral werden – Verbände fordern schnellen Nahverkehrsausbau

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Der Fahrgastverband Pro Bahn und der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr (AAN) haben den Münchner Stadtrat aufgefordert, beim Beschluss zum Nahverkehrsplan am Mittwoch den schnellen und effizienten Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel zu beschließen.

Wichtigste Maßnahme sei der konsequente und schnelle Ausbau der Tram. „Wir fordern: Alle priorisierten Tram-Strecken müssen bis spätestens 2035 in Betrieb gehen, rechtzeitig für die Klimaneutrale Stadt ab 2035“, so Andreas Barth, Münchner Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn. Barth bezieht sich dabei explizit auf die Tram-Strecken, die die Stadt München in die Kategorien Planen/Bauen, A und B einsortiert hat.


Um das Ziel einer Klimaneutralität bis 2035 in München zu erreichen, seien Maßnahmen vorzuziehen, die die größte Klimawirksamkeit böten und bis 2035 abgeschlossen werden könnten. Einer Analyse von Pro Bahn und AAN zufolge, sei dies im Wesentlichen der Ausbau der Tram. „Trambahnprojekte sparen pro investiertem Euro etwa zweieinhalb bis dreimal so viel CO2 ein wie andere Maßnahmen, daher haben sie höchste Priorität”, sagte Berthold Maier, Sprecher des AAN.

Darüber hinaus fordern die Verbände, dass ausreichend Abstell- und Wartungsmöglichkeiten für Tram und Bus geschaffen werden. Ebenso wird die Stabilisierung des U-Bahnnetzes durch U9 und U29 gefordert.