Nach Hindernisbereitung auf Bahnstrecke – Ermittler haben Corona-Leugner im Fokus

| Foto: Imago / Jochen Eckel (Symbolbild) |


Die Polizei hat laut einem Medienbericht mehrere Tatverdächtige ermittelt, die für einen Zwischenfall auf einer Bahnstrecke bei Schweinfurt in Bayern verantwortlich sein sollen.

Am 6. Januar war ein ICE gezwungen, eine Schnellbremsung einzuleiten. Unbekannte hatten auf der Bahnstrecke zwischen Waigolshausen und Gemünden nahe Schweinfurt eine Plane über die Gleise gespannt. Der Zug kollidierte mit dem Hindernis. Verletzt wurde damals niemand. Am ICE entstanden leichte Beschädigungen.


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Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, konnte die Polizei nun mehrere Tatverdächtige ermitteln, bei denen es sich um Corona-Gegner handeln soll. Die bisherigen Erkenntnisse deuteten „stark darauf hin“, dass es eine Protestaktion war, heißt es mit Verweis auf Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen demnach ein 36 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen und dessen 34 Jahre alte Ehefrau.

Nach einem Zeugenhinweis seien in dem Zusammenhang drei Wohnungen in Bad Bocklet, Bad Kissingen und Oberthulba durchsucht worden, wird berichtet. Dabei seien Beweismittel wie Mobiltelefone und Datenträger beschlagnahmt worden. Ob sich die am Tatort gesicherten Spuren dem 36-jährigen Hauptverdächtigen oder Menschen aus seinem Umfeld zuordnen ließen, sei noch offen.