Wettbewerberanteil im Eisenbahnmarkt nimmt weiter zu – Größte Veränderung im Güterverkehr

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Der Wettbewerberanteil bezogen auf die Verkehrsleistung hat sich im Jahr 2019 in allen Verkehrsdiensten weiter erhöht. Das geht aus der „Marktuntersuchung Eisenbahnen 2020“ der Bundesnetzagentur hervor.

Demnach stieg der Marktanteil der Wettbewerbsbahnen im Güterverkehr im Jahr 2019 auf 54 Prozent (2010 waren es noch 25 Prozent, 2018: 52 Prozent), im Personennahverkehr auf 28 Prozent (2010: 16 Prozent, 2018: 26 Prozent) und im Personenfernverkehr auf ca. vier Prozent (2010: unter 1 Prozent, 2018: 1 Prozent)

| Grafik: EVN / Quelle: BNetzA |

Die Pünktlichkeit der Züge erreichte im Jahr 2019 einen Tiefpunkt. Im Personennahverkehr waren 83 Prozent der Züge und im Fernverkehr etwa 66 Prozent der Züge weniger als fünf Minuten verspätet. Im Güterverkehr lag die 15-Minuten-Pünktlichkeit wie im Jahr 2018 bei 62 Prozent.

Die Umsätze im Eisenbahnverkehrsmarkt lagen 2019 bei 22,0 Milliarden Euro (+0,7 Milliarden Euro gegenüber 2018). Der Umsatz im Eisenbahninfrastrukturmarkt erhöhte sich von 6,6 auf 6,8 Milliarden Euro. Den größten Umsatzanteil bilden hier die Trassenentgelte mit über 80 Prozent. Aufgrund der Trassenpreisförderung des Bundes sank im Güterverkehr der Anteil der Infrastrukturkosten am Umsatz für die Verkehrsunternehmen von 18 Prozent im Jahr 2017 auf 10 Prozent im Jahr 2019.

Der ↗ Bericht geht zudem auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutschen Eisenbahnmarkt im Jahr 2020 ein. Für das erste Halbjahr werden Ergebnisse einer Erhebung vorgestellt, für das zweite Halbjahr Abschätzungen anhand von Szenarien vorgenommen. Den stärksten Umsatzrückgang mussten die Unternehmen im Fernverkehr hinnehmen. Nachfrageschwächster Monat war der April 2020.