Bericht: Richard Lutz soll bis 2027 Bahnchef bleiben

| Foto: DB AG |


Der im kommenden Jahr auslaufende Vertrag des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Richard Lutz, soll offenbar verlängert werden.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hätten sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf geeinigt. Lutz soll demnach für weitere fünf Jahre – und damit bis 2027 – im Amt bleiben. Der 56-Jährige war Ende März 2017 vom Aufsichtsrat für fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden ernannt worden. Zuvor hatte der Manager das Amt des Finanzvorstands bereits für knapp sieben Jahre bekleidet. Lutz entstammt aus einer Eisenbahnerfamilie; der Vater war im technischen Bereich tätig, die Mutter als Sekretärin.

Weitere Personalentscheidungen: Laut Bericht sollen zudem die Verträge der Vorstands­mitglieder Ronald Pofalla (Infrastruktur) und Berthold Huber (Personenverkehr) verlängert werden. Der 61-jährige Pofalla soll im Vorstand bleiben, bis er die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht hat, wird berichtet. Huber ist erst 58 Jahre alt. Der Aufsichtsrat wird im März über die Vertragsverlängerungen entscheiden.


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Das Handelsblatt hatte hingegen vor knapp zwei Wochen berichtet, dass einige Politiker von Union und SPD mit der derzeitigen Lage des Staatskonzerns sehr unzufrieden seien. Dabei war sogar von Gedankenspielen die Rede, sich von den Vorständen Richard Lutz und Ronald Pofalla zu trennen. Vor allem der Schuldenstand – auch infolge der Corona-Krise – bereite vielen Politikern Sorge, hieß es. Dem Bericht zufolge lag die Verschuldung der Deutschen Bahn Ende 2020 bereits bei 32 Milliarden Euro, bis Ende 2022 könnten es sogar 38 Milliarden Euro werden.