Coca-Cola verlagert weitere Transporte von der Straße auf die Schiene

| Foto: DB AG / Oliver Lang |


Der Getränkehersteller Coca-Cola verlagert seine Langstreckentransporte zwischen den Unternehmensstandorten zunehmend auf die umweltfreundliche Schiene. Genutzt werden dafür Güterzüge von DB Cargo.

Wie Coca-Cola und die Deutsche Bahn mitteilen, werden seit Februar neue Verbindungen über die Güterbahn angebunden. So soll bis Mitte des Jahres ein bundesweites „Schienen­güternetzwerk“ für Coca-Cola entstehen, in das 13 Standorte eingebunden sind. Mit dem neuen, umweltfreundlichen Transportweg würden künftig etwa 1.900 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Und auch auf den Autobahnen gebe es fortan mehr Platz: etwa drei Millionen Lkw-Kilometer sollen so jährlich bei den Fernverbindungen eingespart werden.

Coca-Cola und DB Cargo haben bereits 2016 mit einem Pilotprojekt begonnen, innerdeutsche Langstrecken auf die Schiene zu holen. Seitdem wurden die Verkehre sukzessive ausgeweitet: „Wir produzieren weitgehend regional und haben überwiegend kurze Lieferwege. Dort, wo das nicht möglich ist, setzen wir noch stärker auf die Schiene. In diesem Jahr bauen wir deshalb mit DB Cargo ein Netz mit 19 Strecken zwischen unseren Standorten auf“, sagt Tilmann Rothhammer, Geschäftsführer Customer Service und Supply Chain. Die Beauftragung für Transporte über die Schiene erfolge genauso kurzfristig wie über die Straße – in nur drei Tagen. Ziel einer starken DB-Cargo sei es, noch mehr Kunden in Europa von den Vorteilen der Bahnlogistik zu überzeugen, sagte Güterbahn-Chefin Sigrid Nikutta.

Coca-Cola hat sich zum Ziel gesetzt, seine absoluten Treibhausgasemissionen bis 2030 über die gesamte Wertschöpfungskette um 30 Prozent gegenüber 2019 zu senken und bis 2040 klimaneutral zu werden.