Regio-S-Bahn Donau-Iller: Bayern und Baden-Württemberg hoffen auf Fördermittel vom Bund

| Foto: Regionalverband Donau-Iller |


Bayern und Baden-Württemberg bemühen sich um Fördermittel des Bundes für das Projekt „Regio-S-Bahn Donau-Iller“. Das Vorhaben soll einmal acht Linien im Großraum Ulm umfassen – unter anderem nach Aalen, Biberach und Memmingen.

Mit dem umfangreichen Bahnprojekt „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ soll das Mobilitätsangebot in der Region deutlich verbessert und vereinheitlicht werden. Insgesamt umfasst das Vorhaben mehrere Strecken in beiden Bundesländern. „Wir machen deutlich, dass wir zur Regio-S-Bahn Donau-Iller stehen und drängen beim Bund gleichzeitig darauf, nach Abschluss der Planungen länderübergreifend Fördermittel zu gewähren“, sagte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ergänzte: „Das Signal an den Bund ist: Es tut sich was in Baden-Württemberg – in der Region Donau-Iller aber auch im ganzen Land sind viele Projekte in Planung und Vorbereitung.“


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Die bisherigen Planungen sehen neue Stationen, den Ausbau der Kapazitäten sowie auf verschiedenen Strecken (z.B. der Südbahn, der Illertalbahn mit der geplanten Verlängerung nach Buxheim, der Brenzbahn und der Regio-S-Bahn-Linie Ulm – Senden – Weißenhorn) eine Elektrifizierung vor. Die dafür notwendigen Investitionskosten für die Planung und den Bau der Schieneninfrastruktur werden grob auf rund 700 Millionen Euro geschätzt.

Als Vorabmaßnahmen seien bereits verschiedene Verbesserungen gemeinsam mit der Deutschen Bahn auf den Weg gebracht worden, teilten die Länder mit. Dazu gehört unter anderem der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Senden, der bis Ende 2023 abgeschlossen werden soll. Außerdem soll die Elektrifizierung der Südbahn bis Jahresende umgesetzt sein. Im Illertal und nach Weißenhorn fahren zudem seit Dezember 2020 bereits Triebwagen mit der Bezeichnung „Regio-S-Bahn“.


Um eine Förderung des Bundes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erhalten zu können, muss das Projekt später noch von der aktuellen Anmeldekategorie „C“ in die Kategorie „A“ aufsteigen. Hierzu muss die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen sein. Der Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ hat deswegen kürzlich eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für das Gesamtprojekt beauftragt, die von beiden Ländern finanziell gefördert wird. Sofern die Untersuchung einen Wert von mindestens 1,0 ergibt, gilt das Projekt als volkswirtschaftlich vorteilhaft und kann vom Bund gefördert werden.