Deutsche Bahn investiert Milliardensumme in Instandhaltungswerke für ICE-Flotte

| Foto: DB AG / Hartmut-Joachim Sigrist |


Mehr als 1,4 Milliarden Euro will die Deutsche Bahn laut einem Medienbericht in den kommenden Jahren in den Ausbau von Abstellanlagen und Instandhaltungswerken investieren.

An insgesamt elf Standorten in Deutschland und der Schweiz sollen für die sogenannte leichte Instandhaltung die Kapazitäten erweitert werden. Den größten Anteil investiert das Unternehmen dabei mit 400 Millionen Euro in ein neues ICE-Werk in Nürnberg, das 2028 in Betrieb gehen soll. Außerdem sollen bis 2026 mehr als 270 Millionen Euro nach Berlin und bis 2030 rund 225 Millionen Euro nach Frankfurt/Main fließen. Für die Werke will der Konzern in den kommenden Jahren zudem mehr als 1.000 zusätzliche Beschäftigte einstellen.


Darüber hinaus wird auch in die schwere Instandhaltung investiert: Prominenteste Baustelle ist hier der geplante Ausbau des Cottbuser Bahnwerks, in den Bund und Deutsche Bahn rund eine Milliarde Euro stecken. Dort soll künftig die schwere Instandhaltung der ICE-4-Züge erfolgen. Bis 2026 entstehen dafür rund 1.100 neue Arbeitsplätze und 100 Ausbildungsplätze.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte DB-Personen­verkehrsvorstand Berthold Huber, dass die Qualität in der Infrastruktur und in den Werken gemacht werde. „Deswegen haben wir gesagt, wir wollen erstens in mehr und in neue Fahrzeuge investieren. Aber dann brauchen wir auch deutlich mehr Instandhaltungskapazitäten“, so Huber.


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Derzeit erwartet der Bahnkonzern alle drei Wochen einen neuen ICE-4-Zug von Hersteller Siemens Mobility. Etwa 75 der Züge sollen bis zum Sommer ausgeliefert sein, bis 2025 dann insgesamt 137. Im vergangenen Jahr wurden zudem 30 neue Siemens-Züge vom Typ ICE 3 Velaro für eine Milliarde Euro bestellt, die ab Ende 2022 unterwegs sein sollen.