Menschenähnliche Puppen ins Gleis gelegt – Bundespolizei ermittelt Tatverdächtige

| Foto: Bundespolizei |


Was sich Ende Januar als Schockmoment für zwei Lokführer darstellte, endete inzwischen in einem Ermittlungserfolg für die Bundespolizei in Kassel.

Zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren stehen im dringenden Verdacht, in zwei Fällen menschenähnliche Puppen auf den Gleisen deponiert zu haben. Die Lokführer auf den betroffenen Bahnstrecken glaubten jeweils, einen echten Menschen zu überfahren und leiteten daher eine Schnellbremsung ein. Die Bahnmitarbeiter erlitten beide einen Schock und mussten arbeitsunfähig abgelöst werden.

Die beiden Taten ereigneten sich am 20. Januar im Bereich Marsberg und am 21. Januar im Bereich Volkmarsen. Die Bundespolizei nahm anschließend die Ermittlungen wegen des Verdachts eines gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr auf. „Solche Taten, bei denen die Gesundheit anderer Menschen gefährdet werden, sind keine Dummejungenstreiche, sondern gravierende Straftaten“, sagte die Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel.

Mehrere Bundespolizisten durchsuchten am Dienstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kassel, u.a. die Wohnungen der beiden Männer. Hierbei stellten die Beamten zahlreiches Beweismaterial sicher – darunter auch Gegenstände, die bei der Tatausführung verwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat gegen die Männer jeweils ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern noch an.