„Kritischer Nachhol­bedarf“ im Schienen­netz der Deutschen Bahn liegt bei fast 30 Milliarden Euro

Der „kritische Nachholbedarf“ in der Infrastruktur der Deutschen Bahn liegt laut Verkehrsstaats­sekretär Enak Ferlemann (CDU) derzeit bei 29 Milliarden Euro. Das geht aus einem aktuellen Schreiben des Bundesverkehrsministeriums an mehrere Grünen-Bundestagsabgeordnete hervor, aus dem die Süddeutsche Zeitung zitiert. Ferlemann zufolge geht es um „Gleise, Weichen, Eisenbahnbrücken, Tunnel, Durchlässe, Signal­anlagen sowie Personenunterführungen“. Bei Brücken hätten bereits 21 Prozent ihren „optimalen Ersatzzeitpunkt“ erreicht, bei Gleisen 29 Prozent, bei Weichen und Kreuzungen knapp 20 Prozent.

Für den Zeitraum von 2020 bis 2029 stehen laut dem Bericht für den Abbau des Nachholbedarfs jährlich 451 Millionen Euro zur Verfügung, insgesamt also 4,5 Milliarden Euro. Weil das aber viel zu wenig ist, verweist Ferlemann zudem auf übrige Töpfe, die der Bund dem Staatskonzern zur Verfügung stelle. Von Seiten der Deutschen Bahn heißt es dazu: Der Konzern bekomme vom Bund seit dem vergangenen Jahr deutlich mehr Mittel – und könne deshalb so viel in die Infrastruktur investieren wie noch nie. „Die Gelder ermöglichen uns, den Rückstau im Netz mit aller Kraft anzugehen“, so die Deutsche Bahn laut dem SZ-Bericht.

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