Niedersachsen plant Kauf von 34 neuen Doppelstock-Regionaltriebzügen


Das Land Niedersachsen will 34 neue elektrische Doppelstocktriebzüge für das sogenannte Expresskreuz Bremen/Niedersachsen (EBN) anschaffen. Die neuen Züge sollen ab 2024 zum Einsatz kommen.

Wie die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) am Donnerstag mitteilte, soll der Zughersteller Alstom nach Ablauf der Einspruchsfrist am 8. März mit der Lieferung der Zugflotte beauftragt werden, sofern kein unterlegener Bieter gegen die Entscheidung vorgeht. Die Investitionen, die durch Fördermittel des Wirtschaftsministeriums unterstützt werden, liegen bei rund 760 Millionen Euro. Die geplante Bestellung umfasst insgesamt 154 Fahrzeuge – darunter 68 doppelstöckige Endwagen und 86 einstöckige Mittelwagen. Verkehren können die 34 Garnituren später als vier- oder sechsteilige Triebzüge; eine Einheit soll Alstom zunächst für die ETCS-Zulassung zur Verfügung stehen.

| Fotos: Visualisierung Alstom |

Laut LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl wolle man mit den neuen Zügen unter anderem die Platzanzahl auf der nachfragestarken Linie RE 1 zwischen Hannover und Oldenburg steigern. Weitere Wagen könnten zudem voraussichtlich ab 2028 für das Netz dazukommen, kündigte Schwabl an. Neben der Linie RE 1 (Hannover – Bremen – Oldenburg – Norddeich Mole/Wilhelmshaven) sollen die neuen Züge auch auf den Linien RE 8 (Hannover – Bremen – Bremerhaven) und RE 9 (Osnabrück – Bremen – Bremerhaven) verkehren.

Zusätzlich zum Fahrzeugbau soll Alstom auch die Instandhaltung der Züge für 30 Jahre übernehmen. Für den Werkstattneubau ist derzeit ein Areal in Bremen im Bereich Inlandshafen/Reitbrake vorgesehen.


| Titelfoto: Visualisierung Alstom |