Stadtwerke Tübingen und Furrer+Frey entwickeln Schnellladestation für Batterietriebzüge

Die Stadtwerke Tübingen und das Schweizer Unternehmen Furrer+Frey haben eine Schnell­ladestation für Batterie­triebzüge entwickelt. Mit dieser Technologie, die den Namen Voltap trägt, sei es möglich, batteriebetriebene Züge mit Leistungen von bis zu 1,2 MW je Zugeinheit bei Stand- und Haltezeiten netzverträglich aufzuladen. Dadurch sollen die Einsatzmöglichkeiten und Reichweiten erheblich vergrößert werden, heißt es. Derzeit ermöglichen die Batterien – die auf Oberleitungs­abschnitten geladen werden können – auf nicht elektrifizierten Strecken eine Reichweiten­verlängerung von etwa 60 bis 80 Kilometer. Voltap sei zudem eine kostengünstige Alternative zum Bau zusätzlicher Oberleitungsabschnitte, da die Investitionskosten hier um den Faktor fünf niedriger lägen, als bei einem herkömmlichen Umrichterwerk.

Die bislang durchgeführten Testreihen in Tübingen seien erfolgreich verlaufen und hätten bewiesen, dass Voltap funktioniere, teilten die Stadtwerke mit. Um die Voraussetzungen für eine spätere Zulassung zu schaffen, wurden die Projektpartner bei ihren Testreihen durch den TÜV Süd begleitet. In einem nächsten Schritt ist geplant, die Praxistauglichkeit mit entsprechenden Batteriezug-Prototypen nachzuweisen. Batterietriebzüge gelten neben Zügen mit Wasserstoff­antrieb als umweltfreundliche Alternative zu Dieselfahrzeugen.


| Foto: Visualisierung Furrer+Frey |