Bahngewerkschaft EVG verzeichnet „neue Mitglieder“ – Gesamtzahl aber gesunken

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat im vergangenen Jahr „fast 10.000 neue Mitglieder“ verzeichnet. Das sagte der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel am Montag in einer Videobotschaft. Zudem betonte er, dass man den geplanten Erfolgsbeteiligungen für den Konzernvorstand der Deutschen Bahn im Aufsichtsrat nicht zustimmen werde. „Der Bahnvorstand sollte dieses Signal ernst nehmen“, so Hommel. Ihn störe, dass die Konzernführung weiterhin nur von einer „schwierigen, aber beherrschbaren Situation“ spreche. In Wirklichkeit sei die wirtschaftliche Lage infolge der Corona-Krise aber viel ernster. „Offensichtlich hat man nicht den Mut, den Beschäftigten und dem Eigentümer die volle Wahrheit zu sagen“, so der EVG-Chef. Hommel forderte außerdem den Bund dazu auf, alles dafür zu tun, dass die Auszahlung der geplanten Corona-Hilfe für die Deutsche Bahn schnellstmöglich erfolgen kann, ohne sich „hinter fehlenden Entscheidungen der Europäischen Union“ zu „verstecken“.

Wie aus dem aktuellen Newsletter „Einblick“ des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervorgeht, lag die Zahl der EVG-Mitglieder im Jahr 2020 bei insgesamt 184.090, ein Jahr zuvor waren es noch 185.793. Damit ging die Gesamtmitgliederzahl trotz neuer Mitglieder um 1.703 gegenüber 2019 zurück.


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| Foto: EVG | Aktualisiert am 1. März 2021 um 19:58 Uhr