GDL will Forderungen im Bahn-Tarifstreit vorlegen

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will am Freitag ihre Forderungen für die kommenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn vorlegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor tage die Tarifkommission.

Der bisherige Tarifvertrag der GDL ist am vergangenen Sonntag ausgelaufen, Streiks wären damit möglich. Die Gewerkschaft hatte in der Vergangenheit ange­kündigt, dass sie ab sofort für alle Berufssparten im DB-Konzern Tarifverträge aushandeln wolle. Damit tritt sie in direkten Konflikt mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Diese hat sich 2020 mit der Deutschen Bahn auf Regelungen von Anfang 2022 bis Ende Februar 2023 verständigt; vorgesehen sind hier Lohnerhöhungen entlang der Inflationsrate.

Eine vom Staatskonzern angestoßene Schlichtung mit der GDL war im vergangenen November gescheitert. Die Deutsche Bahn will künftig in ihren Betrieben das Tarifeinheitsgesetz anwenden. Damit gilt dann nur noch der Tarifvertrag, der mit der mitgliederstärkeren Gewerkschaft ausgehandelt wurde.


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| Foto: EVN |