„ElektrifizierungPlus“: BMVI fördert Elektro­mobilität und alternative Antriebe auf der Schiene


Mit einem neuen Elektrifizierungsprogramm will das Bundesverkehrsministerium (BMVI) die Elektromobilität auf der Schiene weiter vorantreiben. In knapp 30 Jahren sollen nur noch umweltfreundliche Züge unterwegs sein.

„Weniger Dieselloks heißt weniger Schadstoffe, weniger Lärm“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Mittwoch in Berlin. Ziel des Ministeriums ist es, dass bis 2050 alle gefahrenen Zugkilometer elektrisch bzw. klimaneutral zurückgelegt werden. Aktuell liege dieser Wert laut dem BMVI bei 74 Prozent. Dafür sollen auf Strecken ohne Oberleitungen Züge nicht mehr mit Diesel, sondern mit alternativen Antrieben (Batterie, Brennstoffzelle, synthetische Kraftstoffe) fahren. Außerdem hält der Bund an seinem Elektrifizierungsziel von 70 Prozent (derzeit 61 Prozent) des Streckennetzes fest.


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Laut Ministerium sollen die Anschaffung bzw. Umrüstung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und der Bau von Oberleitungsabschnitten sowie Lade- und Tankvorrichtungen gefördert werden. Für den Teil des Güterverkehrs, der bislang noch mit Dieselloks betrieben wird, ist eine Umstellung auf CO2-freie synthetische Kraftstoffe geplant. Für die Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr sind laut dem BMVI Finanz­mittel in Höhe von 74 Millionen Euro bis 2024 vorgesehen.

Darüber hinaus könnten die Länder für Maßnahmen zur Elektrifizierung des regionalen Schienennahverkehrs bis zu 90 Prozent Bundesmittel nach dem Gemeindeverkehrs­finanzierungs­gesetz (GVFG) erhalten. Die GVFG-Mittel umfassen seit 2021 jährlich eine Milliarde Euro. Ab 2025 soll der Betrag auf zwei Milliarden Euro jährlich ansteigen.


| Titelfoto: René Frampe |