Schienenhilfe fordert Geschwindigkeits­begrenzung für Güterzüge in der Nacht

Weil nach Ansicht der Deutschen Schienenhilfe viele Güterzüge noch immer zu laut unterwegs sind, fordert die Initiative eine nächtliche Geschwindigkeits­begrenzung von 30 km/h. Messungen im Ortsbezirk Oberwinter in Remagen (Rheinland-Pfalz), die in der Nacht vom 19. auf den 20. Februar in der Zeit von 22 bis 6 Uhr durch­geführt wurden, hätten ergeben, dass 81 von insgesamt 136 Züge deutlich zu laut gewesen seien. Jochen Zenthöfer, Sprecher der Deutschen Schienen­hilfe, vermutet, dass die unangenehmen „tak-tak-tak“-Geräusche von Flachstellen an den Rädern herrühren. Das Schienen­lärmschutz­gesetz, das seit Ende 2020 in Kraft ist, habe bislang nichts gebracht, sagte Anne Hecken, die die Messung als Unterstützerin der Initiative durchgeführt hat. „Entgegen den Versprechungen fahren immer noch laute Züge“, betonte sie. Als schwangere Frau bräuchte sie nachts aber ihre Ruhe, so Hecken.

Bereits im Dezember hatte die Schienenhilfe, die sich nach eigenen Angaben für einen sicheren und leisen Güterverkehr in Deutschland und Europa einsetzt, ähnliche Messungen durchgeführt. Dabei seien tagsüber Laut­stärke­pegel von bis zu 108 dB gemessen worden.

| Foto: EVN (Symbolbild) |