Unbekannter zwingt ICE-Lokführer auf Schnellfahrstrecke zur Bremsung

Ein bislang unbekannter Mann mit Hund, der sich am Donnerstag (4. März) im Gleisbereich aufhielt, hat einen ICE zur Schnell­bremsung gezwungen. Laut einem Bundes­polizei­sprecher ereignete sich der Vorfall zwischen Limburg Süd und der Gemeinde Lindenholz­hausen auf der Schnellfahrstrecke Frankfurt(Main) – Köln. Beamte der Bundespolizei suchten den Streckenbereich ab, konnten aber keine Person mehr antreffen. Auch eine Fahndung im Nah­bereich brachte keine Hinweise. Der Triebfahr­zeugführer von ICE 109 erlitt durch den Schreckmoment einen Schock und war nicht mehr in der Lage den Zug weiterzufahren. Die etwa 90 Reisenden mussten laut Polizeiangaben in einen Ersatzzug umsteigen. Mehrere Züge verspäteten sich oder wurden umgeleitet. Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt(Main) hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Hinweise werden unter der Telefonnummer 069/130145 1103 entgegengenommen.

| Foto: Bundespolizei (Symbolbild) |

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel aktualisiert. In einer früheren Fassung hatten wir uns missverständlich ausgedrückt. Der Inhalt wurde daher konkretisiert.