Zughersteller Siemens investiert 12 Millionen Euro in Wiener Standort


Siemens Mobility Austria baut seinen Standort in Wien-Simmering aus. Insgesamt investiert das Unternehmen dort rund 12 Millionen Euro.

Geplant sind der Bau einer neuen Zug-Inbetriebsetzungshalle, die Erweiterung der digitalisierten Produktion sowie die Optimierung der Fertigungsabläufe. Der offizielle Spatenstich für das Bauvorhaben fand am vergangenen Montag statt – anwesend war dabei auch Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, der sich glücklich über den Ausbau zeigte: „Die Züge, die hier in Wien gebaut werden, fahren auf der ganzen Welt und sind damit eine effektvolle Visitenkarte für jene Leistungen, auf die wir in Wien stolz sein können.“

Schon heute setzt Siemens Mobility in Wien nach eigenen Angaben zahlreiche innovative Produktionstechnologien ein. Zum Beispiel stellt die im Schienenfahrzeugbereich modernste roboterisierte Lackieranlage Europas sicher, dass Wagenkästen qualitativ hochwertig lackiert und dabei zugleich auch Umweltschutzziele erreicht werden, heißt es. Nun wird weiter in den digitalen Fortschritt investiert: Kern ist der Bau einer neuen, technisch am neuesten Stand ausgestattete Halle. Außerdem werden zwei weitere Roboteranlagen errichtet und das IT-Produktionsnetz erweitert. 

| Visualisierung: Architekt Mossburger |

„Die aktuellen Investitionen sorgen dafür, dass unser traditionsreicher, 180 Jahre alter Standort in Wien-Simmering weiterhin wettbewerbsfähige Antworten auf höchstem Niveau für die Herausforderungen der Zukunft geben kann“, sagte Arnulf Wolfram, CEO Siemens Mobility Austria.

Im Siemens Mobility Werk werden Reisezugwagen und U-Bahnen gebaut, zum Beispiel die neuen Nachtreisezüge für die ÖBB oder U-Bahn-Züge für Wien, München, Riad oder Bangkok. Auch die beliebten Railjets der ÖBB wurden hier gefertigt. Im Werk Wien beschäftigt Siemens Mobility etwa 1.200 Mitarbeiter, fertigt pro Jahr etwa 450 Schienen­fahrzeuge und bildet aktuell insgesamt 88 Lehrlinge aus. Für den Herbst 2021 werden 35 neue Lehrlinge gesucht.

Der Bau der Halle soll in einem Jahr abgeschlossen sein. Generalunternehmer für die Zug-Inbetriebsetzungshalle und die Gleisanlagen ist das Bauunternehmen Leyrer+Graf.


| Titelfoto: Siemens Mobility |