500 Millionen Euro fließen in Stellwerksdigitalisierung von sieben Regionalstrecken


Der Bund, die Deutsche Bahn und der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) wollen in diesem Jahr gemeinsam sieben Regionalstrecken mit digitaler Stellwerks­technik ausrüsten.

Die neue Technik soll in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und im Freistaat Bayern herkömmliche Anlagen diverser Bauarten ablösen. Der Auftrag wird aus dem Corona-Konjunkturpaket des Bundes finanziert, das zusätzliche Investitionen über 500 Millionen Euro vorsieht. Den Einsatz der Mittel und ein Beschleunigungsprogramm hatten das Bundesverkehrsministerium, DB und VDB 2020 verabredet. 100 Millionen Euro waren bereits im vergangenen Jahr eingesetzt worden, 400 Millionen Euro sollen 2021 in das Vorhaben fließen.

Ziel ist es, den Flächenrollout der digitalen Technologie bis 2035 abzuschließen und so den Schienenverkehr leistungsfähiger zu machen. „Wir sind mit der Digitalen Schiene Deutschland jetzt im Turbogang unterwegs“, betonte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. „Mit dem Programm Digitale Schiene Deutschland revolutioniert die Branche gemeinsam nachhaltige Mobilität ‚Made in Europe‘“, sagte VDB-Präsident Andre Rodenbeck. Die fortschreitende Digitalisierung erlaube es mehr Züge auf derselben Strecke einzusetzen. „Die schnelle Umsetzung des Schnellläuferprogramms zeigt es deutlich: Die Technologien stehen bereit – wir stehen bereit, um mit der Digitalisierung und Automatisierung eine neue Ära des Bahnverkehrs einzuläuten“, so Rodenbeck weiter.


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