Scheuer und Lutz wollen Verkehrsträger besser vernetzen


Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bahnchef Richard Lutz haben sich dafür ausgesprochen, die unterschiedlichen Verkehre besser miteinander zu verknüpfen und so den Umstieg auf die Bahn zu erleichtern.

„Die Bahnhöfe müssen zu Mobilitätszentralen werden“, sagte der CSU-Politiker im Interview mit dem Bahn-Magazin DB Mobil. Wer beispielsweise als Pendler mit dem Auto aus dem ländlichen Raum an den Stadtrand komme, sollte am Bahnhof sein Fahrzeug abstellen und bei E-Autos zusätzlich auch laden können. Und wer per Rad komme, der müsse eine Fahrradgarage vorfinden oder das Rad im Zug mitnehmen können, so der Minister.

Auch Bahnchef Lutz betonte, dass die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger wichtig sei, „damit sie ihre jeweiligen Vorteile für den Kunden voll ausspielen können.“ Außerdem machte er deutlich, dass der Trend zu einer klimafreundlicheren Mobilität und damit zum Verkehrsträger Schiene „aus vielen guten Gründen“ nachhaltig sei.


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Scheuer zeigte sich im DB-Mobil-Interview zudem erfreut, dass einige Bahnverbindungen mittlerweile so attraktiv seien, dass sich Fliegen oft gar nicht mehr lohne – etwa zwischen Berlin und Hamburg, München und Zürich oder auch zwischen Berlin und München. „Großartig“ seien außerdem Konzepte wie der Trans-Europ-Express 2.0 oder der Ausbau des europäischen Nachtzugnetzes, fügte er hinzu. Der CSU-Politiker wisse, dass die Bahn immer wieder Teil „öffentlicher Debatten“ sei, allerdings würden die Fahrgastrekorde vor Corona beweisen, „dass ihre Anziehungskraft steigt“, so Scheuer. Dazu beigetragen hätten sicher auch technische Neuerungen, die das System Schiene „immer digitaler, attraktiver und hochwertiger“ machten. Beispiele hierfür seien unter anderem kostenloses WLAN und die Möglichkeit zum ungestörten Arbeiten im Zug.


| Titelfoto: DB AG / Hans-Christian Plambeck (Archiv) |