EVG fordert Schwer­punkt­staats­anwalt­schaften zur Ahndung von Gewalttaten gegen Bahnbeschäftigte


Laut einer Mitteilung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wurden im vergangenen Jahr 200 Übergriffe von Maskenverweigerern auf DB-Beschäftigte registriert. Möglicherweise liegt die Dunkelziffer aber sogar „um ein Vielfaches höher“, vermutet die Arbeitnehmerorganisation.

„Arbeitgeber und Politik sind hier in der Pflicht“, mahnte EVG-Vorstandsmitglied Kristian Loroch. „Was muss noch passieren, damit konsequenter durchgegriffen wird?“ Immer wieder komme es zu Beschimpfungen, Drohungen oder sogar körperlichen Angriffen. Die EVG fordert daher Schwerpunktstaatsanwaltschaften, die Übergriffe auf Bahn­beschäftigte gezielt strafrechtlich verfolgen und schneller ahnden sollten.

Den Zahlen der EVG zufolge seien in den vergangenen sechs Monaten über 300.000 „Belehrungen wegen Verstoßes gegen die Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung“ erteilt worden. Außerdem habe es 9.249 Bußgeldverfahren gegen Maskenverweigerer und knapp 1.000 Platzverweise an Bahnhöfen gegeben. Aus Zügen seien gut 540 Maskenmuffel verwiesen worden.


| Titelfoto: Ralph Peters / Imago |