BEG startet Ausschreibungsverfahren für Expressverkehr München – Hof/Prag


Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat das Wettbewerbsverfahren zur Neuvergabe der Linien RE 2 (München – Regensburg – Hof) und RE 25 (München – Regensburg – Prag) gestartet. Derzeit werden die Verkehre von der Länderbahn unter dem Markennamen Alex betrieben.

Der neue Verkehrsvertrag soll ab Dezember 2023 starten und gilt übergangsweise für nur drei Jahre. Grund für die kurze Laufzeit ist, dass ab Ende 2026 – nach Ende des bestehenden Vertrages auf tschechischer Seite mit dem staatlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen České dráhy (ČD) – bereits ein nachfolgender Vertrag in Kooperation mit dem Verkehrs­ministerium der Tschechischen Republik in Kraft treten soll. Bis voraussichtlich Ende August können interessierte Verkehrsunternehmen ihre Angebote abgeben, heißt es. Das Vergabe­verfahren ist in zwei Lose aufgeteilt: Los 1 umfasst unter anderem neun Zugpaare München – Hof, Los 2 sieben Zugpaare München – Prag und ein Zugpaar München – Hof. Den Zuschlag will die BEG nach eigenen Angaben wohl im Oktober erteilen.


LESEN SIE AUCH

Ab Ende 2023 sollen die beiden Linien aus Hof (RE 2) und Prag (RE 25), die bislang in Schwan­dorf zusammengeführt werden, dann im stündlichen Wechsel getrennt nach München verkehren. Davon erhofft sich die BEG eine höhere Pünktlichkeit, da sich Verspätungen somit nicht mehr von einer Linie auf die andere übertragen sollen. Neben dieser Taktverdichtung bestellt die BEG auch zusätzliche Verbindungen am frühen Morgen und späten Abend in den Abschnitten Hof – Marktredwitz und Schwandorf – Regensburg. Das Verkehrsangebot soll damit gegenüber heute um acht Prozent auf rund vier Millionen Zugkilometer pro Jahr (in Bayern) steigen.

Für die Verkehrsleistungen ab Ende 2023 lässt die BEG den Einsatz von Gebrauchtfahrzeugen zu. Erst für eine spätere Ausschreibung sollen dann Neufahrzeuge vorgeschrieben werden.


| Titelfoto: EVN |