Neue App-Funktionalität in Planung – Fahrgäste sollen Anschlusswunsch selbst mitteilen können


Bahnreisende sollen in Zukunft die Möglichkeit bekommen, die Vormeldung von Anschlusszügen per Smartphone-App selbst zu übernehmen. Bislang müssen Anschlusswünsche persönlich beim Zugbegleitpersonal angemeldet werden.

Umgesetzt wird das neue System von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und DB Regio Bayern. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Ziel sei es, die komplexen Abläufe der Anschlussvormeldung dabei so weit wie möglich zu automatisieren.

Hat ein Zug Verspätung, sollen Fahrgäste ihren Anschlusswunsch dann direkt selbst über ihr Smartphone melden können, und zwar über bereits bestehende Fahrplan-Apps, wie zum Beispiel die Bayern-Fahrplan-App oder die DB-Streckenagent-App. Die Software steuert dann im Hintergrund die Prozess- und Informationskette vom Anschlusswunsch der Fahrgäste zum Verkehrsunternehmen und wieder zurück an die Fahrgäste. Kann der Anschluss nicht gehalten werden, soll dem Fahrgast eine Alternative für seine Weiterfahrt übermittelt werden. Die Information über einen wartenden Zug soll automatisch auch in andere Auskunfts­systeme einfließen.

Durch das neue System soll der Komfort für die Fahrgäste erhöht und die Reisekette sicherer gemacht werden. „Außerdem erhalten wir ein klareres Bild vom tatsächlichen Anschluss­bedarf der Fahrgäste. Und das Personal in den Leitstellen kann Entscheidungen viel besser an den Wünschen der Fahrgäste ausrichten“, sagte Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäfts­führung der BEG. Die Entwicklung der Datenverarbeitungsplattform wurde nun europaweit ausgeschrieben, ein Zuschlag soll im Mai erfolgen.


| Titelfoto: DB AG / Uwe Miethe |