Sprengung am Felshang nahe Kestert war laut Bahn „erfolgreich“ – Nachsprengung für Sonntag geplant


Die Sprengung am Felshang nahe Kestert, die am Samstagmittag gegen 13.15 Uhr erfolgte, ist nach Angaben der Deutschen Bahn „erfolgreich verlaufen“. Laut einer Bahnsprecherin hätten sich dabei weitere „große Geröllmengen“ gelöst.

Ziel der Aktion war es, loses Gestein an der Bruchstelle des Geröllabgangs „effektiv zu entfernen und den Hang zu stabilisieren“, teilte die Pressestelle der Deutschen Bahn am Nachmittag mit. Geologen und der Sprengmeister hatten den Zustand im Feld anschließend mit einem Hubschrauber begutachtet. Für den morgigen Sonntag sei „noch eine punktuelle Nachsprengung“ vorgesehen. Hierfür müssten die gegenüberliegende linksrheinische Bahnstrecke und die Bundesstraße 9 aber nicht wieder gesperrt werden, hieß es.


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Nach der Stabilisierung des Hanges und Freigabe der Gutachter sollen die Räumarbeiten starten. Wann die Züge auf der wichtigen rechtsrheinischen Güterbahnstrecke im Mittelrheintal wieder unterwegs sein werden, könne die Bahn erst in der kommenden Woche mitteilen.

Laut der Bahnsprecherin werde der Güterverkehr trotz der rechtsseitigen Streckensperrung derzeit „stabil“ gefahren. Die Güterzüge würden derzeit linksrheinisch über Bingen oder weiträumig zum Beispiel über die Sieg- und Moselstrecke umgeleitet. Für den Nahverkehr hat das Bahnunternehmen VIAS Ersatzverkehre mit Bussen organisiert.


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Felsplatten und Geröll waren am vergangenen Montag auf die Gleise der rechtsrheinischen Bahnstrecke gerutscht; auch der Straßenverkehr auf der parallel verlaufenden Bundesstraße 42 ist seither unterbrochen. Vermutet wird, dass starke Regenfälle den Felsrutsch ausgelöst haben. Es mehren sich aber auch Stimmen, die eine mögliche Ursache in den Erschütterungen durch die schweren Güterzüge sehen.


| Titelfoto: DB AG / privat |