Weiland fordert geologische Untersuchung der Statik an Bahnstrecken im Rheintal


Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland (SPD), hat Bundes­verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in einem Schreiben aufgefordert, die Statik entlang der Bahntrassen im Rheintal geologisch untersuchen zu lassen.

„Die rechtsrheinische Bahnstrecke ist die europäische Hauptschlagader des Güterverkehrs. Es fahren viel zu viele Güterzüge durch das Tal. Die Strecke ist dafür nicht ausgelegt und kann auch die künftig anfallenden Kapazitäten gar nicht auffangen“, sagte er im Interview mit dem Blog Mittelrheingold. Weiland zufolge gehörten die Güterzüge „schon lange auf eine Alternativtrasse“ – aber die Bundesverkehrsminister der letzten Jahre seien diese Thematik „nicht mit ausreichender Priorität und Sorge angegangen“.


In seinem Brief an Scheuer fordert Weiland einen Verkehrsstopp für Gefahrgutgüterzüge, zumindest so lange, bis die Untersuchungen und deren Auswertung zur Geologie im Rheintal vorlägen.

Kritiker der Bahn, wie die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden, haben in den vergangenen Tagen mehrfach die Vermutung geäußert, dass die schweren Güterzüge, die links und rechts des Rheins unterwegs sind, Erschütterungen in die Umgebung übertragen würden. Eventuell sei dies eine mögliche Ursache für den Felsabbruch und Hangrutsch am vergangenen Montag nahe Kestert. Bestätigt ist das bislang aber nicht.


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