Rechtsrheinische Bahnstrecke soll bald wieder befahrbar sein


Die Deutsche Bahn rechnet nach eigenen Angaben mit einer baldigen Wiederaufnahme des Zugverkehrs auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke zwischen Loreley und Kamp-Bornhofen.

Aktuell geht das Bahnunternehmen davon aus, dass „voraussichtlich um Ostern“ wieder Züge auf Europas wichtigster Güterbahnstrecke im Mittelrheintal unterwegs sein werden. Zuvor muss der auf ca. hundert Metern von Gestein bedeckte Streckenabschnitt aber noch vollständig vom Geröll befreit werden. Anschließend werde das Ausmaß der Schäden an der Infrastruktur beurteilt, sagte eine Bahnsprecherin.

Seit Sonntag laufen die Aufräumarbeiten am Hang in Kestert „auf Hochtouren“. Gearbeitet werde dort im Dreischichtbetrieb, um die Strecke möglichst schnell wieder befahrbar zu machen. Für die Räumarbeiten wurde die Oberleitung ausgehängt. Dies war notwendig, damit die am Hang eingesetzten Bagger besser arbeiten können.


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Felsplatten und Geröll waren am 15. März auf die Gleise der rechtsrheinischen Bahnstrecke gerutscht; auch der Straßenverkehr auf der parallel verlaufenden Bundesstraße 42 ist seither unterbrochen. Noch immer ist unklar, was genau den Felsrutsch ausgelöst hatte. Vermutungen zufolge könnten starke Regenfälle oder Erschütterungen durch die schweren Güterzüge das Ereignis verursacht haben. Mike Weiland (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bereits aufgefordert, die Statik entlang der Bahntrassen im Rheintal geologisch untersuchen zu lassen.

Aufgrund der Sperrung wird der Güterverkehr derzeit linksrheinisch über Bingen oder weiträumig zum Beispiel über die Sieg- und Moselstrecke umgeleitet. Für den Nahverkehr der VIAS kommen ersatzweise Busse zum Einsatz.


| Titelfoto: DB AG |