VRR: Jeder zehnte Zug fiel 2020 aus – S-Bahnen am pünktlichsten


Laut dem SPNV-Qualitätsbericht waren im vergangenen Jahr im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) 91,6 Prozent der S-Bahnen weniger als vier Minuten verspätet. Bei den RE-Linien waren 87,8 Prozent und bei den Regionalbahnen 89,4 Prozent pünktlich. Nicht berücksichtigt wurden Verspätungen aufgrund von Baustellen.

„Vor allem Linien, die sich Trassen mit dem Güter- oder Fernverkehr teilen, in hoch belasteten Korridoren oder über eine schlechte Infrastruktur verkehren, waren 2020 verspätet – ein Trend, den wir bereits seit vielen Jahren beobachten“, sagte VRR-Vorstandssprecher Ronald Lünser.

Stark gestiegen ist 2020 die Anzahl der vorhersehbaren Zugausfälle. Zahlreiche Baustellen und ein abgeschwächter Corona-Fahrplan beeinträchtigten den Nahverkehr im Verbundgebiet. Dies führte dazu, dass laut VRR statistisch betrachtet jede zehnte Fahrt nicht stattfand. Unwetter im Februar und Personalmangel beim Betreiber Abellio Rail GmbH führten ebenfalls zu zahlreichen Ausfällen. Fahrgäste der RB 91 waren am seltensten von Zugausfällen betroffen, besonders häufig fielen Züge der RB 46 aus – beides Linien von Abellio.

Beim Zustand der Fahrzeuge schnitten sehr viele Züge gut ab. Negativ in Sachen Sauberkeit der Züge und dem Zustand der Toilettenkabinen fielen hier jedoch die Bahnunternehmen Keolis mit der Zugmarke „Eurobahn“ und die Nordwestbahn auf.


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