Auslöser für Felsrutsch bei Kestert weiter ungeklärt – Stauß: „Nicht auf die Bahn als Ursache versteifen“


Nach dem Felsrutsch bei Kestert Mitte März werden von Bürgerinitiativen immer wieder Vorwürfe laut, dass die Erschütterungen der schweren Güterzüge im Mittelrheintal das Ereignis mit ausgelöst haben könnten. Die Deutsche Bahn sieht das allerdings anders.

„Ich glaube wir sollten uns hier nicht auf die Bahn versteifen als Ursache“, sagte Achim Stauß, Konzernsprecher der Deutschen Bahn AG, am Donnerstag in der SWR-Sendung „Zur Sache Rheinland-Pfalz“. So ein Hangrutsch wie jetzt bei Kestert sei „eine große Ausnahme“, erklärte er. Messungen bei St. Goarshausen hätten laut Prof. Georg Wieber, Leiter des Landesamts für Geologie und Bergbau, ergeben, dass im Abstand von mehr als 25 Meter zum Gleis die Erschütterungen der Züge keinen Einfluss mehr auf die Festigkeit des Gesteins hätten. Der Geologe sieht vor allem Witterungsverhältnisse als Grund dafür, dass der Schieferfels in Bewegung geraten kann.

Die Räumarbeiten zur Wiederinbetriebnahme der rechtsrheinischen Bahnstrecke liefen laut DB-Angaben aktuell auf Hochtouren. Wie eine Bahnsprecherin vor wenigen Tagen mitteilte, soll der Zugverkehr auf der derzeit gesperrten Strecke „voraussichtlich um Ostern“ wieder anlaufen.


| Titelfoto: privat / DB AG |