Mitteldeutsche Zeitung: „Die Bahn gewinnt nicht mit Show, sondern mit Verlässlichkeit“


PRESSESCHAU


Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro verkündet, den der Staatskonzern 2020 infolge der Corona-Krise eingefahren hat. Ein Kommentar der Mitteldeutschen Zeitung…

Aus Sicht von Hartmut Augustin, Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung, sei das eigentliche Problem des Bahnvorstands, dass kein wirklicher Plan für die Zeit nach der Krise existiere. „Natürlich werden die Menschen wieder reisen wollen, sobald es geht. Natürlich werden auch Geschäftsleute auf persönliche Treffen setzen, wenn es sich anbietet. Aber die Privatreisenden haben im Corona-Jahr die Vorzüge des Auto-Urlaubs (wieder) kennengelernt, die Unternehmen sich auf Videokonferenzen als Routine eingestellt“, kommentierte die Zeitung nach der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag.

„Die Bahn fährt nach dem Prinzip Hoffnung. Der Satz von Bahnchef Richard Lutz ‚Wir sind der Impfstoff gegen den Klimawandel‘ ist zwar stark, doch die Bahn gewinnt nicht mit Show, sondern mit Verlässlichkeit.“