Familienunternehmer wollen Corona-Testpflicht auch für Bahnreisende


Nach der geplanten Einführung einer Testpflicht für Flugreisende nach Deutschland hat der Verband der Familienunternehmer eine Testpflicht auch für Bahnreisende gefordert.

„Es spricht absolut nichts dagegen, Flug- und Bahnreisende vor Reiseantritt obligatorisch auf Corona zu testen“, sagte Familienunternehmer-Präsident Reinhold von Eben-Worlée der Rheinischen Post. Das eröffne gleichzeitig aber auch Perspektiven für den Heimaturlaub.

„Freiwillige Tests beim Check-in in Hotels oder in Ferienwohnungen oder vor dem Betreten von Restaurants oder Speisesälen sollten im Bereich des Möglichen liegen“, sagte Eben-Worlée. „Das fördert nicht nur die Gesundheit der Bürger, sondern hilft auch der Wirtschaft wieder auf die Beine“, sagte der Verbandschef. Die Testpflicht für Flugreisende nach Deutschland wird ab kommendem Dienstag wirksam.


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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat hingegen Kritik an der geplanten Testpflicht für Flug- und Geschäftsreisende nach Deutschland geübt. „Die Wirtschaft bedauert, dass die Politik ihre Verantwortung zur Umsetzung der bislang mangelhaften Impfstrategie mit einer Schnellschuss-Testaktion im Flugverkehr auf die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen abwälzt“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang gegenüber der Rheinischen Post. Die Kosten der Corona-Tests vor Reiseantritt seien von den Flug- und Geschäftsreisenden und den Unternehmen selbst zu tragen.

„Eine Testpflicht auf Flugreisen ergibt dann Sinn, wenn diese mit einem Wegfall der bisher geltenden Quarantänepflicht bei der Einreise aus Risikogebieten einhergeht“, sagte Lang. Der BDI-Hauptgeschäftsführer erneuerte die Bereitschaft der Industrieunternehmen, ihre Beschäftigten auf freiwilliger Basis umfangreich zu testen, kritisierte jedoch allzu ehrgeizige Ziele der Politik. „Für die Vielfalt der Unternehmen und Betriebe ist die Zielvorgabe von 90 Prozent eine enorme Herausforderung, die zusätzlich zum Hochlauf der Impfinfrastruktur stattfindet“, sagte Lang.


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In großen Industriebetrieben gebe es schon jetzt das gesamte Sortiment von Selbst-, Schnell- und bei positiven Ergebnissen sogar PCR-Tests. „Die deutsche Wirtschaft tut alles in ihrer Macht Stehende, um ihre Beschäftigten zu schützen und Politik und Gesellschaft bei der Eindämmung der Pandemie zu unterstützen.“ Man sei auf gutem Weg.

„In großen Unternehmen werden heute schon 75 bis 100 Prozent der in Präsenz Beschäftigten durch freiwillige Testangebote erreicht“, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Kleinere Unternehmen ohne eigene betriebsärztliche Dienste täten sich schwerer. „Sie können oft nur Schnelltests anbieten, die zurzeit noch nicht vollumfänglich verfügbar sind.“


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