München: Machbarkeitsstudie zum Ausbau der S4 West vorgestellt


Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hat am Dienstag die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum Ausbau der S4 West zwischen München-Pasing und Eichenau vorgestellt.

Demnach geben die Zahlen einen viergleisigen Ausbau der Strecke derzeit nicht her, vertretbar sei aktuell nur ein dreigleisiger Ausbau. Die Gutachter haben eine Verkehrs­prognose unter Einbeziehung aktueller Strukturentwicklungen in der Region erstellt und das geplante Zugprogramm überprüft. Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass die erwartbare Fahrgast­entwicklung mit der Anzahl an geplanten Zugfahrten sehr gut harmoniere. Dafür sei ein dreigleisiger Ausbau, auf den sich die Deutsche Bahn und der Freistaat Bayern bereits 2014 verständigt hatten, erforderlich. Bisher wurde hierfür mit Gesamtkosten in Höhe von rund 660 Millionen Euro gerechnet. Allein der Ausbau des Westkopfs im Bahnhof München-Pasing, der über den Bundesverkehrswegeplan eine Finanzierungsperspektive hat, würde rund 300 Millionen Euro kosten. Außerdem ergab die aktuelle Machbarkeitsstudie, dass die zur Sicherstellung der Aufwärtskompatibilität erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen im derzeit geschätzten Umfang rund 35 Millionen Euro mehr kosten als die bisherige Planung. „Auch wenn es jetzt noch keinen Bedarf für ein viertes Gleis gibt, sind wir gut beraten, uns diese Option für die zukünftige Weiterentwicklung der S4 offenzuhalten“, erklärte Schreyer.


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