VCD fordert von der künftigen Bundesregierung Mut zum Kurswechsel


Sechs Monate vor der Bundestagswahl hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) seine Forderungen an die Politik vorgelegt.

„Wir fordern von der künftigen Bundesregierung, dass sie Mut zum Kurswechsel beweist. Die Ideen und Konzepte dafür sind längst da“, sagte die VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann. „Die Bundesregierung muss konsequent wirksame Maßnahmen für mehr Klimaschutz umsetzen. Ohne eine echte Verkehrswende ist das nicht zu schaffen. Dem darf sich auch das Bundesverkehrsministerium nicht länger verweigern.“

Nach Ansicht des VCD sollte die Politik die Verkehrswende endlich entschlossen auf den Weg bringen. Fuß- und Radverkehr, Bahn und öffentlicher Nahverkehr sollten dafür massiv ausgebaut und attraktiv gestaltet werden, um eine echte Alternative zum eigenen Pkw zu schaffen.

Der VCD fordert für den Öffentlichen Nahverkehr unter anderem eine Anschlussgarantie für Bus und Bahn. Daneben sollte der öffentliche Verkehr zur kommunalen Pflichtaufgabe werden mit einer mindestens stündlichen Anbindung für alle Orte ab 200 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch das Tarifsystem sollte einfacher werden. Stichwort: Deutschlandtarif – damit ein Ticket für die gesamte Reisekette ausreicht. Um die Klimabilanz auch im Luftverkehr zu verbessern, müssten vor allem Steuerprivilegien abgebaut und spürbare Preissignale gesetzt werden. Außerdem sollten Flüge unter 700 km künftig auf die Schiene verlagert werden.


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