Bund will 2022 erstmals mehr in Schiene als in Straße investieren


Die Bundesregierung plant im Jahr 2022 erstmals mehr Investitionen in die Schiene als in die Straße. 

Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Demnach sind im kommenden Jahr für Bundesschienenwege 8,9 Milliarden Euro vorge­sehen. Für Bundesfernstraßen sieht der Bund im gleichen Jahr Ausgaben in Höhe von 8,31 Milliarden Euro vor.

Laut der Vorlage sind für das laufende Jahr 14,94 Milliarden Euro (inklusive der Eigenkapital­erhöhung an die DB AG zur Umsetzung des Klimaschutz­programms 2030 in Höhe von 2,12 Milliarden Euro und fünf Milliarden Euro zum Ausgleich von Schäden infolge der Corona- Pandemie) als Investitionen in die Bundesschienenwege eingeplant. Für die Jahre 2023 und 2024 sehen die Planungen Ausgaben von jeweils 9,08 Milliarden Euro vor.

Laut der Regierung flossen 2020 7,33 Milliarden Euro in die Schiene und 7,92 Milliarden Euro in die Bundesfernstraßen. Im Jahr 2009 war der Unterschied deutlich größer – damals lag der Investitionsbetrag für Schienenwege bei 4,11 Milliarden Euro und für die Straße bei 6,2 Milliarden Euro.


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