Planung für weitere Gleise im Bahnknoten Stuttgart


Für den Bahnknoten Stuttgart sollen noch vor der Inbetriebnahme des Projekts Stuttgart 21 im Dezember 2025 Ergänzungen geplant und möglichst auch gebaut werden.

Wie die Stuttgarter Zeitung kürzlich berichtete, habe das Land Baden-Württemberg dazu einen ersten Planungsauftrag erteilt. Konkret geht es um die sogenannte P-Option. Sie beschreibt einen zusätzlichen, zweigleisigen Tunnel, der den Bahnhof Feuerbach mit dem neuen S-21-Tunnel aus Richtung Cannstatt zum künftigen Tiefbahnhof verbinden soll. Damit würden Züge aus dem Norden auf vier statt bisher zwei Gleisen in den Tiefbahnhof fahren können. Der Nordzulauf zum Tiefbahnhof mit seinen zwei Gleisen gilt bereits heute als stark belastet. Eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund soll im Juni geschlossen werden.


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Benötigt würden die zusätzlichen Gleise, um kürzere Fahrzeiten im Rahmen der Umsetzung des Deutschlandtakts zu realisieren. Bereits in der S-21-Schlichtung 2010 war von Schlichter Heiner Geißler ein möglicher Infrastrukturausbau festgehalten worden.

Politiker der Grünen sowie von CDU, SPD, FDP und Freie Wähler begrüßten die Planung, berichtet die Zeitung weiter. Kritiker, wie Hannes Rockenbauch (Linksbündnis), gehen hingegen davon aus, dass die „Qualitätsprobleme“ im Tiefbahnhof trotz möglicher Nachbesserungen „nicht lösbar“ seien. Er ist sich sicher, dass der Durchgangsbahnhof überlastet sei, wenn er, wie es Bahn und Bund mit dem Deutschlandtakt planten, hundert Prozent mehr Verkehr aufnehmen solle.


| Titelfoto: Arnulf Hettrich / Imago |