Verkehrsminister Scheuer: Deutsche Bahn weiterhin in schwieriger Lage


Bundesverkehrs­minister Andreas Scheuer (CSU) sieht die Deutsche Bahn wegen der anhaltenden Corona-Krise weiterhin in einer schwierigen Lage.

„Die Auslastung im Fernverkehr liegt bei 18 Prozent, das sagt alles“, erklärte Scheuer gegen­über der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse aber ein Grund­angebot an Mobilität und Versorgung gewährleistet und garantiert werden. Dem Bericht zufolge geht der Minister davon aus, dass man sich nach Ostern mit der EU-Kommission über die geplante Eigen­kapital­erhöhung des Bundes für die Deutsche Bahn in Höhe von fünf Milliarden Euro einigen werde. „Wir sind in sehr guten Gesprächen“, sagte Scheuer. Die EU-Kommission muss dem Milliarden­paket noch zustimmen, weil die privaten Wett­bewerber durch die Hilfen nicht benachteiligt werden dürfen.


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Egal um welchen Verkehrsträger es gehe, die „Auswirkungen der Corona-Krise kommen bei allen Mobilitäts- und Logistikunternehmen an“, betonte Scheuer. Um nach der Corona-Phase wieder hochzufahren, sei Vertrauen in die öffentlichen Verkehrsmittel notwendig. „Jetzt ist es eine brutal harte Zeit, die natürlich dazu führt, dass auch die wirtschaftliche Aussicht für die nächsten Jahre für diese Unternehmen schweren Schaden erlitten hat.“

Der DB-Konzern hatte wegen eines Einbruchs bei den Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr mit 5,7 Milliarden Euro den größten Verlust seiner Geschichte eingefahren. Die Verschuldung stieg auf 29,3 Milliarden Euro an.


| Titelfoto: BMVI |