Deutsche Bahn bezieht künftig noch mehr Strom aus Windpark vor Helgoland


Die Deutsche Bahn und der Energie­versorger RWE haben einen weiteren lang­jährigen Vertrag geschlossen. Ab 2025 bezieht der Staats­konzern jährlich insgesamt 450 Giga­watt­stunden Ökostrom aus dem Offshore-Windpark Amrumbank-West. 

Mit der zusätzlichen Ökostromnutzung von jährlich 190 Gigawatt­stunden sollen pro Jahr bis zu 153.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren beginnend ab 2025. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Konzern einen Vertrag mit RWE über mehr als 260 Gigawattstunden Ökostrom jährlich vereinbart. Damit werde sich künftig jedes vierte Windrad auf der Amrumbank für die Deutsche Bahn drehen, hieß es.

„Unser konsequenter Weg zu 100 Prozent Grünstrom trägt dazu bei, dass sich der Markt für erneuerbare Energien hierzulande weiterentwickelt. Wasserkraft hat sich bei der Bahn seit über hundert Jahren bewährt. Bei Sonnenenergie und Windkraft sehen wir großes Ausbau­potenzial“, sagte DB-Energie-Chef Torsten Schein.


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Nach eigenen Angaben besteht der Bahnstrom schon heute zu rund 61 Prozent aus erneuer­baren Energien und liegt damit weit über dem öffentlichen Grünstrommix von zurzeit unter 50 Prozent. 2030 soll der Anteil grüner Energiequellen im Bahnstrommix bei 80 Prozent liegen, 2038 komplett bei 100 Prozent. Dafür baut die Konzerntochter DB Energie das Portfolio von Kraftwerken und Verträgen grundlegend um. Auslaufende Verträge fossiler Energieträger sollen so schrittweise durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Der Strom­bedarf der Deutschen Bahn liegt pro Jahr bei etwa zehn Terawattstunden. Das ist so viel wie der Jahresbedarf an Strom der Einwohner von Hamburg.


| Titelfoto: RWE |