Alstom erhält Auftrag zur Lieferung von Dual-Mode Elektro-Wasserstoffzügen für Frankreich


SNCF Voyageurs, eine Tochter der französischen Staatsbahn, hat Alstom mit der Lieferung von Dual-Mode Elektro-Wasserstoffzügen beauftragt.

Vorgesehen sind die Züge für den künftigen Einsatz in den vier Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Bourgogne-Franche-Comté, Grand Est und Occitanie. Laut Hersteller­angaben hat der Auftrag, der zwölf Fahrzeuge sowie zwei optionale Zuggarnituren umfasst, einen Wert von fast 190 Millionen Euro. Bei den Zügen handelt es sich um Fahrzeuge der Coradia Polyvalent-Reihe vom Typ Régiolis. Die Reichweite der Züge soll bis zu 600 Kilometer auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken betragen.

„Wir werden 47 Millionen Euro der Entwicklungskosten für Frankreichs ersten wasserstoff­getriebenen Regional­zug übernehmen“, sagte der beigeordnete Verkehrs­minister Frankreichs, Jean-Baptiste Djebbari. Weiter fügte er hinzu: „Frankreich verfügt über alle Voraussetzungen, um ein Wasserstoff-Champion zu werden: Die französische Regierung ist fest entschlossen, dieses Ziel in die Tat umzusetzen.“ Das Land hat sich vorgenommen, Treibhausgasemissionen und Lärmbelastungen zu reduzieren – ein Bestreben, das von der französischen Regierung durch ihren im Juni 2018 verabschiedeten Wasserstoffplan unterstützt wird. Ein erster Prototyp soll ab 2025 auf der Strecke Montréjeau – Luchon zum Einsatz kommen, sagte Carole Delga, die Präsidentin des Regionalrats Occitanie / Pyrénées – Mediterranée.

Alstom sei das weltweit erste Bahntechnikunternehmen, das einen Wasserstoffzug auf den Markt gebracht hat, sagte Alstoms Frankreich-Chef Jean-Baptiste Eyméoud. Der neue Auftrag stehe in vollem Einklang mit der Zielsetzung der Alstom Gruppe, die Nummer eins auf dem Markt für grüne und smarte Mobilität zu werden.

Die vierteiligen Züge haben eine Länge von 72 Meter und verfügen über eine Kapazität von 218 Sitzplätzen. In Sachen Leistung seien die Fahrzeuge mit der Dual-Mode Elektro-Diesel-Version vergleichbar.


| Titelfoto: Alstom |