Produktsiegel für klimafreundlichen Gütertransport – Nikutta macht ersten Vorschlag


Die Chefin der Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn, Sigrid Nikutta, wünscht sich ein Gütesiegel, mit dem Verbraucher erkennen können, ob ihre Produkte umweltfreundlich transportiert wurden.

Wie Waren zu uns gelangen, wie viel CO₂ dabei ausgestoßen wird und wie umweltfreundlich der Transportweg ist, finde man – wenn überhaupt – nur nach einer umständlichen Recherche heraus, schrieb die DB-Cargo-Chefin am Donnerstag auf der Business-Plattform LinkedIn. Nikutta spricht sich deshalb für ein deutlich erkennbares Produktsiegel aus und lieferte einen ersten Designvorschlag gleich mit.

„Produktsiegel helfen uns Verbrauchern, sich im Dschungel der unzähligen Konsumgüter zurechtzufinden“, so die DB-Cargo-Chefin. „Sie zeigen uns, ob unsere Lebensmittel ‚Bio‘ sind, wie deren Anbau bzw. Haltungsbedingungen der Tiere aussehen, ob die Bauern fair bezahlt werden.“ Auch verrieten sie, ob bei unserer Kleidung auf Kinderarbeit, Chemikalien oder übermäßigen Wasserverbrauch verzichtet werde und ob unsere Möbel aus nachhaltig gewachsenem Holz bestehen. Etwas ähnliches wünscht sich Nikutta daher auch für den umweltfreundlichen Transportweg auf der Schiene.


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Die Deutsche Bahn selbst investiert nach eigenen Angaben derzeit in größerem Umfang in umweltschonendere Loks für den Güterverkehr. Wie die Bahn-Managerin im vergangenen November verriet, sollen 60 Prozent der alten Rangierloks bis 2030 ausgetauscht werden. „Wir setzen auf umweltschonende Hybridtechnik und haben im ersten Schritt 100 Loks bestellt, die mit Diesel und Strom fahren können.“ Weitere 150 Rangierloks würden entsprechend umgebaut. Zudem habe man 100 Zweikraftloks bestellt, die sowohl auf der Strecke als auch im Rangierdienst fahren können.


| Titelfoto: Bildmontage EVN / DB AG |