Steigerwaldbahn: Fahrgastvertreter begrüßen Engagement der Thüringer Eisenbahn


Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt die Bestrebungen, die stillgelegte Steigerwaldbahn trotz aller Widerstände wieder zu reaktivieren.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Thüringer Eisenbahn (ThE) einen Antrag auf Betriebsgenehmigung der 117 Jahre alten Bahnstrecke Schweinfurt – Gerolzhofen – Großlangheim (– Kitzingen) gestellt hat. Dieses Verfahren habe bereits bei der Ilztalbahn erfolgreich deren Entwidmung verhindert. Die ThE habe trotz politischer Gegenspieler erkannt, „dass jetzt Tatsachen geschaffen werden müssen“, freut sich Lukas Iffländer, der stellvertretende Vorsitzende des Fahrgastverbands in Bayern. Dass Bayern beim Thema Bahn erst Hilfe aus den neuen Bundesländern bekommen müsse, sei „eine Blamage für die Verkehrspolitik des Freistaats“, betonte er.


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Eine Potenzialanalyse der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) hatte zuletzt ergeben, dass zu wenige Fahrgäste die Steigerwaldbahn nutzen würden und daher eine Reaktivierung eher unwahrscheinlich sei. Für Pro Bahn ist das Ergebnis allerdings nicht nachvollziehbar. „Ein derart kurzes Gutachten, in dem so viele Informationen fehlen hat mit wissenschaftlicher Arbeit, wenig zu tun. Die Geheimnistuerei sorgt dafür, dass viele Beteiligte glauben, dass das Gutachten manipuliert ist“, so Iffländer. Der Freistaat müsse die Details offenlegen, wenn er diesen Verdacht ausräumen wolle.


| Titelfoto: Pixabay (Symbolbild) |