Ägypten: Lokführer waren bei Zugunglück nicht auf ihrem Posten


Nach dem schweren Zugunglück in Ägypten vor rund zwei Wochen mit zahlreichen Toten hat der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine harte Bestrafung für die Verant­wort­lichen des Unfalls angekündigt.

Laut den Ermittlern seien die Lokführer eines der beiden Züge nicht auf ihrem Posten gewesen. Außerdem hätten mehrere Beteiligte unter Drogen- und Medikamenteneinfluss gestanden, berichtete am Sonntag die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft.


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Bei der Kollision zweier Züge, die sich am 26. März rund 400 Kilometer südlich von Kairo ereignete, waren nach jüngsten Angaben mindestens 20 Menschen getötet und fast 200 verletzt worden. Kurz nach dem Unfall war zunächst von mindestens 32 Toten die Rede. Der Lokführer und sein Assistent, die offenbar jegliche Vorwürfe bestreiten, sowie mehrere andere Verdächtige seien nach dem Unfall festgenommen worden.

In Ägypten gab es in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von schweren Zugun­glücken. Beim schwersten derartigen Unglück in der Geschichte des Landes kamen 2002 mehr als 360 Menschen ums Leben, als in einem Zug südlich von Kairo ein Feuer ausbrach.


| Titelfoto: privat |