Maßnahmen zur Vermeidung von Schienensuiziden


Um die Zahl der Schienensuizide zu senken, engagiert sich die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben mit ihrer Stiftung im Bereich Depressionshilfe.

Unter anderem habe die Deutsche Bahn Stiftung zusammen mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe das kostenlose Info-Telefon 0800 3 34 45 33 eingerichtet, um Betroffenen und Angehörigen zu helfen. Im Jahr 2014 nahm darüber hinaus das Forschungszentrum Depression in Leipzig seine Arbeit auf.

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion ermittelt die Deutsche Bahn AG außerdem im Rahmen der Unfalluntersuchung mögliche Schwerpunkte und „veranlasst ggf. sinnvolle ortsspezifische Maßnahmen zur Vermeidung in Abstimmung mit den betroffenen kommunalen Stellen.“ Auch seien dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) bauliche Maßnahmen an Schwerpunkten zur Erschwerung oder Verhinderung von Suiziden (Barrieren, Zäune, Bewegungsmelder, Videoüberwachung, Beleuchtung) bekannt, heißt es in der Vorlage.

„Jeder Todesfall durch einen Suizid, egal welche Selbsttötungsart todesursächlich war, ist ein Fall zu viel“, schreibt die Regierung in ihrer Antwort. „Menschen, die sich in ausweglosen Situationen sehen, muss geholfen werden. Sie brauchen Anlaufstellen. Nach Auffassung der Bundesregierung ist jede Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit und zur Prävention jeglicher Art von Suiziden wichtig.“

Wie aus dem letzten Sicherheitsbericht des EBA hervorgeht, ist die Zahl der Schienensuizide in den letzten Jahren zwar gesunken, lag aber dennoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Allein 2019 wurden demnach insgesamt 646 Suizide und 103 Suizidversuche registriert. Seit 2007 lag die Zahl der Selbsttötungen im Gleis bei durchschnittlich 792 pro Jahr. Die Höchststände wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2012 verzeichnet.

Die AfD-Politiker wollten mit ihrer Anfrage in Erfahrung bringen, wie viele Menschen im vergangenen Jahr durch Suizide im Schienennetz der Deutschen Bahn ums Leben gekommen waren. Aktuell lägen dazu aber „noch keine abschließenden Angaben“ vor, ließ die Bundesregierung nach Auskunft der DB AG wissen. Der Bericht für das Jahr 2020 werde derzeit erstellt, hieß es weiter.


| Titelfoto: DB AG |