Deutsche Bahn und Bundes­polizei starten Informations­offensive zur Unfall­prävention


Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei wollen sich künftig noch intensiver für mehr Sicherheit im Bahnbetrieb einsetzen. Vor allem durch die frühzeitige Sensibilisierung sollen Unfälle an Bahnanlagen wirksam verhindert werden.

Die gemeinsame Kooperation sieht den Einsatz von Präventionsteams vor Ort, Social-Media-Aktionen für junge Menschen sowie Banner und Plakate vor. Parallel dazu soll auf die bewährten Informationspakete für Kinder und Jugendliche in Schulen und Kitas gesetzt werden. „Sicherheit ist unser höchstes Gut. Im Schulterschluss mit der Bundespolizei tun wir alles dafür, Unfälle zu verhindern“, erklärte Hans-Hilmar Rischke, Leiter Konzernsicherheit der Deutschen Bahn. „Mit unseren speziell geschulten Präventionsteams klären wir vor allem junge Menschen gezielt auf. Für kein Selfie der Welt lohnt es, sein Leben zu riskieren!“

Auch der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Dieter Romann betonte, dass Bahnanlagen „keine Spielplätze“ seien. „Leider riskieren dort immer noch regelmäßig vor allem Kinder und Jugendliche ihr Leben – meistens aus Unwissenheit, manchmal auch aus Langeweile oder Leichtsinn. Genau da setzen unsere Präventionsteams an.“

Die neuen Präventionsteams sollen zusammen mit der Bundespolizei direkt und persönlich vor Ort informieren. Mit Ständen am Bahnhof, an Bahnanlagen oder in der Schule vermitteln sie vor allem Kindern und Jugendlichen Wissen zum richtigen Verhalten. Der wichtigste Grundsatz laute: „Es ist verboten, Bahnanlagen zu betreten! Wo Züge fahren, ist kein Platz für Abenteuer. Selfies im Gleis oder die Abkürzung über die Schienen sind genauso lebensgefährlich wie das Klettern auf abgestellte Züge.“ Bundesweit werden ab sofort sechs DB-Präventionsteams mit je zwei Mitarbeitenden in Sachen Sicherheit unterwegs sein, teilte die Bahn mit. Außerdem sollen auffällige Banner und Plakate im Bahnhof ihre Arbeit visuell unterstützen. Zusätzlich informieren Bahn und Bundespolizei ab sofort umfangreich in den sozialen Medien – unter anderem mit emotionalen Videos, welche die tragischen Folgen beim Abkürzen über die Gleise verdeutlichen.


| Titelfoto: DB AG / Pierre Adenis |