EVG-Chef fordert flächendeckende Corona-Tests in Betrieben


Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat sich für flächendeckende Corona-Tests in den Betrieben ausgesprochen.

„Alle Arbeitgeber müssen gesetzlich verpflichtet werden, den Beschäftigten mindestens zweimal in der Woche kostenlose Tests zu ermöglichen. Und die Beschäftigten müssen die Tests während oder mit Anrechnung der Arbeitszeit durchführen können“, sagte EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel.

Er betonte, dass die Freiwilligkeit von Tests „aus Sicht der EVG weiterhin unverändert gewährleistet bleiben“ müsse. Und eine Dokumentation über die Teilnahme oder die Ergebnisse dürfe weder durch den Arbeitgeber noch durch eine andere Stelle erfolgen, fügte er hinzu.

Laut Hommel könne man die dritte Welle der Pandemie nur durch „schnelles und konsequentes Handeln“ in den Griff bekommen. „Wir fordern von der Politik klare gesetzliche Regelungen.“ Außerdem sollten alle Beschäftigten die Möglichkeit von Tests nutzen – im Interesse der eigenen Gesundheit.

Wie die ARD berichtet, soll laut dem Entwurf der Ministerverordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil eine Test-Angebotspflicht für Unternehmen vorgeschrieben werden. Jeder Arbeitnehmer, der nicht im Homeoffice arbeitet, soll demnach vom Arbeitgeber zunächst einen Test pro Woche erhalten. Wer viele Kontakte hat, soll zwei Tests bekommen. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes in der Sitzung des Bundeskabinetts am heutigen Dienstag auf den Weg gebracht werden.


| Titelfoto: Pixabay / EVG |