Tarifauftakt zwischen GDL und Deutscher Bahn steht kurz bevor


Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wollen sich an diesem Freitag in Berlin zum Auftakt der Tarifverhandlungen treffen.

Harmonisch ging es in den letzten Monaten zwischen beiden Seiten nicht zu – die Fronten sind eher verhärtet. Denn die Lokführergewerkschaft wollte vor Beginn der neuen Tarifrunde zuerst grundsätzliche Fragen zum Tarifeinheitsgesetz und ihrer künftigen Rolle als kleinere von zwei Gewerkschaften im Staatskonzern geklärt wissen. Außerdem sei der finanzielle Spielraum bei der Bahn aufgrund der hohen Verschuldung und dem Rekordverlust von 5,7 Milliarden Euro im letzten Jahr nicht groß – wie das Unternehmen zuletzt immer wieder betonte. Dennoch begrüße es die Bahn, dass „die GDL endlich den Schritt macht und verhandelt“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur.



Der bisherige Tarifvertrag war Ende Februar ausgelaufen. Mehrere Terminvorschläge wurden von Seiten der GDL ausgeschlagen. Seiler warf der Gewerkschaft vor, auf Zeit zu spielen. Für die kommenden Tarifverhandlungen fordert die GDL 4,8 Prozent mehr Lohn rückwirkend zum 1. März und eine einmalige Corona-Prämie von 1.300 Euro. GDL-Chef Claus Weselsky hatte bereits öfter betont, dass seine Gewerkschaft vor Warnstreiks nicht zurückschrecken werde.


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