Regionalzug überfährt Fahrrad – Unbekannte Person flüchtet aus Gleisbereich


Ein Regionalzug hat am vergangenen Sonntag (11. April) ein im Gleis liegendes Fahrrad überfahren. Zu Personenschäden kam es nicht.

Wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Magdeburg mitteilte, gehen die Ermittler erneut von einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr aus. Ereignet hatte sich der Vorfall auf der Bahnstrecke zwischen Lutherstadt Wittenberg und Coswig.

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatte ein unbekannter Täter gegen 16:40 Uhr auf Höhe des Bahnhaltepunkts Piesteritz (Sachsen-Anhalt) das Fahrrad ins Gleis gelegt. Der Lokführer nahm noch eine schwarz gekleidete Person wahr, die anschließend flüchtete. Kurz darauf überfuhr der Zug das Hindernis. Zu größeren Schäden am Schienenfahrzeug kam es dabei aber nicht; das Fahrrad wurde hingegen völlig zerstört. Die Bahnstrecke war für rund 40 Minuten gesperrt, mehrere Züge verspäteten sich. Hinweise von möglichen Zeugen nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0391/56549 555 entgegen.

Weil in der Vergangenheit immer wieder Gegenstände im Gleis lagen, weist die Bundespolizei darauf hin, dass es sich hierbei keinesfalls um Kavaliersdelikte handelt. Im schlimmsten Fall könne es durch so eine Straftat zu gravierenden Sach- und Personenschäden kommen. Zudem brächten sich die Täter mit ihrem Handeln an einer befahrenen Bahnstrecke selbst in höchste Lebensgefahr.


| Titelfoto: Bundespolizei |