Zehn Jahre Strom vom Dach der grünen S-Bahn-Werkstatt


Eine der größten Photovoltaik-Anlagen im Rhein-Main-Gebiet feiert heute ihr zehnjähriges Bestehen. Sie umfasst eine Fläche von 20.000 Quadratmetern und befindet sich nur ein paar Schritte vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt auf dem Dach der dortigen S-Bahn-Werkstatt.

Geplant und errichtet wurde das 1,1 Megawatt starke Sonnenkraftwerk von der Firma Juwi. Seit ihrer offiziellen Inbetriebnahme im Jahr 2011 habe die aus über 14.300 Solarmodulen bestehende Anlage über neun Millionen Kilowattstunden elektrische Energie produziert, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Dies entspreche der Menge, die mehr als 2.000 Vier-Personen-Haushalte über einen Zeitraum von zehn Jahren verbrauchen. Mehr als 5.500 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO₂ seien so eingespart worden. Bis 2050 verfolgt die Deutsche Bahn das Ziel, klimaneutral zu werden.


LESEN SIE AUCH

Nach Angaben des Unternehmens ist die gesamte Werkstatt „energieeffizient und umweltschonend“ ausgerichtet. So werde die 200 Meter lange Halle etwa mit Fernwärme beheizt und mit stromsparenden LEDs beleuchtet; Warmwasser werde mit Solarthermie erzeugt. Bei der Ausstattung der Büroarbeitsplätze achte man zudem auf eine stromsparende IT; Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb würden mit Ökostrom aus der Steckdose geladen. Ferner setze das Werk bei der Entfernung von Graffitischmierereien auf umweltschonende Verfahren.

In der Werkstatt werden nach eigenen Angaben täglich bis zu 30 Züge der S-Bahn Rhein-Main überprüft und gewartet. 125 Beschäftigte arbeiten hier rund um die Uhr im Schichtbetrieb. Die regelmäßigen Kontrollen und notwendigen Reparaturarbeiten finden überwiegend nachts statt, da die Fahrzeuge vor allem tagsüber für den Einsatz benötigt werden.


| Titelfoto: DB AG / RMV / Dominik Mentzos |