Schnellfahrstrecke Göttingen–Kassel wird für 84 Tage gesperrt


Die Deutsche Bahn investiert 114 Millionen Euro in die Modernisierung des Strecken­abschnitts zwischen Göttingen und Kassel auf der Schnellfahrtrasse Hannover–Würzburg.

Im Rahmen der Arbeiten, die vom 24. April bis zum 16. Juli durchgeführt werden, tauscht die Deutsche Bahn insgesamt 75 Kilometer Gleis, 72.000 Schwellen, 95.000 Tonnen Schotter und 48 Weichen aus. Reisende im Fern- und Nahverkehr müssen sich aufgrund von Umleitungen auf bis zu 40 Minuten längere Fahrzeiten einstellen.

Die Arbeiten an der Strecke seien wegen der vier Brücken und sieben Tunnel äußerst anspruchsvoll, teilte eine Bahnsprecherin mit. Um die Einschränkungen für die Reisenden auf ein Minimum zu reduzieren, würden die Tätigkeiten gezielt gebündelt. Außerdem würden modernste Bauverfahren eingesetzt. Auf diese Weise dauere die Sanierung der insgesamt 40 km langen Strecke nur rund zweieinhalb Monate, hieß es.

Mit den ersten Schnellfahrstrecken Hannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart begann 1991 eine neue Ära im Bahnverkehr. Nach 30 Jahren werden diese Strecken wieder fit für die Zukunft gemacht. Im Durchschnitt nutzen laut DB-Angaben jährlich 15,5 Millionen Fahrgäste diese Fernverkehrsachse, rund 13,7 Millionen Bruttotonnen Güter werden hier pro Jahr transportiert. Hochgeschwindigkeitszüge fahren mit bis zu 280 km/h. Im letzten Jahr wurde die Strecke Mannheim–Stuttgart erfolgreich saniert und bereits 2019 war die Strecke Hannover–Göttingen an der Reihe.


| Titelfoto: DB AG / Wolfgang Klee |