Standort der neuen Werkshalle für die Fahrzeugflotte von Go-Ahead Bayern


Bis Sommer 2022 entsteht in Langweid bei Augsburg ein neues Instandhaltungswerk für die Zugflotte von Go-Ahead Bayern.

Wie der künftige Betreiber der Werkstatt, das Eisenbahnserviceunternehmen TMH Germany kürzlich mitteilte, wird die Anlage über zwei Zuführgleise, die von der Strecke zwischen Augsburg und Donauwörth abzweigen, erreichbar sein. Die Kosten für das neue Werk liegen bei rund 40 Millionen Euro. Nach der Inbetriebnahme der neuen Instandhaltungshalle sollen dort die insgesamt 78 elektrischen Triebzüge des privaten Bahnunter­nehmens Go-Ahead Bayern gewartet und repariert werden. Für Wartungsarbeiten, die bereits ab diesem Jahr noch vor der Fertigstellung des neuen Betriebswerkes in Langweid notwendig sind, hat der Werkstattbetreiber zusätzlich ein Areal im Bahnpark Augsburg angemietet.

Die komplette Fahrzeugflotte, die in den kommenden Jahren in Südbayern und im angrenzenden Baden-Württemberg unterwegs sein wird, besteht aus 56 Zügen von Hersteller Siemens – davon 44 dreiteilige Mireo und 12 fünfteilige Desiro HC – sowie 22 Flirt von Stadler.


LESEN SIE AUCH

Zu den Aufgaben von TMH Germany, einem Tochterunternehmen des weltweit tätigen Industrieinvestors TMH International, gehören alle Serviceleistungen von der leichten Wartung bis hin zur regelmäßigen Hauptuntersuchung. Zusätzlich zu den Arbeiten in der Werkstatt sollen sich zwei mobile Teams nachts um verbleibende Reparaturen an den Fahrzeugen kümmern. Außerdem übernimmt TMH die Beschaffung von Ersatzteilen, das Werkstattmanagement und die Fahrzeugwartungsdokumentation.

Ab Dezember 2021 wird Go-Ahead Bayern den Zugbetrieb von München über Memmingen nach Lindau im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des baden-württembergischen Verkehrsministeriums übernehmen. Ein Jahr später kommt der Regionalverkehr rund um Augsburg mit den Strecken nach München, Ulm, Donauwörth und weiter bis Aalen und Würzburg hinzu.


| Titelfoto: TMH Germany |