EVG-Warnstreik bei der Transdev Instandhaltung


Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat ihre, bei der Transdev Instandhaltung beschäftigten Mitglieder am Dienstagmorgen zu einem Warnstreik aufgerufen.

Hintergrund sind die derzeit schleppenden Tarifverhandlungen, „bei denen der Arbeitgeber augenblicklich wenig Bereitschaft zeigt, auf die berechtigten Forderungen der Beschäftigten einzugehen“, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die EVG warf der Arbeitgeberseite vor, die Pandemie für sich auszunutzen.

Trotz mehrerer Verhandlungsrunden seien wichtige Punkte wie Arbeitszeitregelungen oder der neue Fonds für Wohnen und Mobilität noch immer nicht geklärt, kritisierten die Arbeit­nehmervertreter. Wie EVG-Verhandlungsführer Pierre Reyer sagte, erwarte man, „dass sich die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde deutlich auf uns zu bewegen, damit ein Abschluss möglich wird.“ Man wolle mit den Streiks jetzt „noch nicht die ganz große Keule“ rausholen, sondern nur „erst einmal kleine Nadelstiche“ setzen. Mit dem Warnstreik untermauere man die Ernsthaftigkeit der Forderungen.

Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder eine Verbesserung des Einkommens um 4,5 Prozent – für Auszubildende und Dual-Studierende um mindestens 50 Euro. Darüber hinaus verlangen die Arbeitnehmervertreter unter anderem eine Weiterentwicklung der Arbeitszeitregelungen, eine Anpassung der Nachtarbeitszulagen sowie die Einführung einer Wissensvermittlerprämie. In den Forderungen enthalten ist auch der Abschluss eines Tarifvertrages zur Regelung von Kurzarbeit für das Jahr 2021. Transdev bot allerdings deutlich weniger an.


| Titelfoto: Imago / Markus Heine (Archiv) |