Lokführer bei schwerem Bahnunfall in Süderlügum verletzt


Am Dienstagabend (20. April) gegen 22.20 Uhr kam es im Bereich der Bahnstrecke zwischen Niebüll und Tondern (Dänemark) zu einem schweren Bahnunfall.

In der Ortschaft Süderlügum im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein fuhr ein Arbeitszug auf einem Abstellgleis und sollte einen Wagenpark bestehend aus sieben Güterwaggons ankuppeln, um Ladegut aufzunehmen. Während des Ankoppelungsvorgangs fuhr der Arbeitszug auf die stehenden Güterwaggons auf, wie die Bundespolizei mitteilte.

Bei dem Unfall wurde ein 12 Tonnen schwerer Güterwaggon hochgeschoben und kippte auf die Lok. Ein zweiter Waggon ragte senkrecht nach oben. Die anderen Waggons wurden angehoben bzw. entgleisten. Der Lokführer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er kam mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus.

Die Bahnstrecke bleibt vorerst bis auf Weiteres gesperrt. Die Aufräumarbeiten gestalten sich nach Angaben eines Bundespolizeisprechers schwierig. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden durch die Landespolizei geführt.


| Titelfoto: Benjamin Nolte |