Regionalzug und Intercity mit Steinen beworfen


In Nordrhein-Westfalen haben bislang unbekannte Täter am Freitagabend (23. April) einen Regionalzug vermutlich mit Steinen beworfen. Eine Seitenscheibe im Bereich des Fahrgastraums wurde dabei beschädigt.

Der Zug kam im Bahnhof Overath zum Stehen. Verletzt wurde niemand. Eine Absuche des Nahbereichs nach möglichen Tatverdächtigen durch die Bundespolizei verlief ohne Ergebnis. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Der beschädigte Zug wurde anschließend zur Reparatur ins Kölner Bahnwerk am Deutzer Feld gebracht. Zur Höhe des Sachschadens konnte die Bundespolizei noch keine Angaben machen.

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es auch am späten Samstagabend in der Gemeinde Rackwitz nördlich von Leipzig (Sachsen). Dort bewarfen Jugendliche einen Intercity mit Schotter­steinen. Der Bundespolizei zufolge wurde dabei eine Seitenscheibe des Triebfahrzeugs zerstört und eine Zugtür beschädigt. Bei der Überprüfung der Schäden wurde der Lokführer ebenfalls mit Steinen angegriffen, blieb jedoch unverletzt. Im Bahnhofumfeld konnten Beamte zwei Jugendgruppen feststellen. Die Personalien der drei Mädchen und acht Jungen wurden aufgenommen. Ob diese mit der Tat möglicherweise im Zusammenhang stehen, sei nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Es wurde ein Strafverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet.


| Titelfoto: Bundespolizei |